IDEEN, VORSCHLÄGE

 

 

WARUM NIEMAND JEMALS IM BESITZ DER WAHRHEIT SEIN WIRD

 

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Informationen über unsere Welt kommen zu uns Lebewesen in einem ersten Schritt über die Evolution, einem genetischen Prozess der die Hardware, unsere Sinnesorgane und unser Gehirn, gestaltet hat. In einem zweiten Schritt, über diese Hardware und Signalen wie Licht, Schall etc., kommt Information zu den Individuen. Beim Menschen ist die Sprache das wichtigste Instrument zur Verteilung dieser Information des zweiten Schrittes unter den Individuen. Jeder Mensch bildet aus dieser Erst- und Zweitschritt-Information eine sehr abstrakte Repräsentation unserer Welt in seinem Kopf und die naiven unter uns halten diese Repräsentation immer für die Wahre Welt, wir anderen nur meistens. Diese abstrakte Repräsentation unserer Welt ist bei jedem Menschen etwas verschieden und hängt hauptsächlich vom aktuellen Gesamtinformationsstand ab. Bei jedem weltoffenen Menschen ändert sich sein Gesamtinformationsstand dauernd und damit ändert sich auch die abstrakte Repräsentation unserer Welt in seinem Gehirn dauernd. Wir können diese abstrakte Repräsentation der Welt in unserem Kopf immer weiter verbessern, indem wir unsere Information immer weiter verbessern, insbesondere mittels der Naturwissenschaften, aber es ist grundsätzlich unmöglich die Identität unseres Bildes der Welt mit dieser Welt zu erreichen.

 

 

Vor 10 008 Jahren:  Anonymus

Vor 10 009 Jahren:  Anonymus,  ausgebessert am 28 Februar 2oo9

 Vor 10 010 Jahren:  Anonymus,  jetzt, am 05 Februar 2010

Vor 10 011 Jahren:  Anonymus,  11. 01. 2011

Vor 10012 Jahren:  Anonymus  (Jetzt, am 04 April 2012)

 

Vervielfältigung frei

 

 

Verantwortlich: Peter Peters

                        m@peter-peters.info

 

 

Willkommen bei peters-peter.info

 

 

 

DREI (Ausgenommen im Ausnahmezustand) SEHR EMPFEHLENSWERTE  ARBEITSHYPOTHESEN:

 

‚Was andere können, das kann ich auch’: Kann ein Irrtum sein, ist aber eine empfehlenswerte Arbeitshypothese.

 

‚Was andere können, musst du noch lange nicht können’: Wer mir das sagt, ist mein Feind: Kann ein Irrtum sein, ist aber eine empfehlenswerte Arbeitshypothese.

 

‚Du sollst keine Fragen stellen’: Wer mir das sagt will mich täuschen: Kann kein Irrtum sein, ist immer eine sehr empfehlenswerte Arbeitshypothese.

 

 

VORSCHLAG  FÜR  EIN   WIDERSPRUCHSFREIES  WELTBILD:

 

 

Das Ziel dieses Artikels ist es eine verständliche Erklärung zu geben für die Betrachtungsweise dass unser Weltbild, bezogen auf die Reale Welt, einen grundsätzlich hypothetischen oder undogmatischen Charakter hat, und darzustellen, dass wir eine Menge an Informationen bezüglich dieser Realen Welt haben, dass es aber grundsätzlich unmöglich ist, Wissen über die Reale Welt zu erwerben:  Dass ‚Wissen’ ein dogmatischer Begriff ist welcher auch den Begriff ‚Gewissheit’ in sich trägt und daher nicht auf das Verhältnis unserer Informationen zur Realen Welt angewandt werden kann. Viele Widersprüche können vermieden werden, indem man dort, wo es um Beziehungen zur Realen Welt geht, dogmatische Begriffe durch undogmatische ersetzt, wie z.B. ‚Wissen’ durch ‚Informationsstand’ oder ‚Information.’

 

 

 

Die einzige objektive Einheit ist das gesamte Universum.

 

Lebewesen (Und möglicherweise noch hypothetische technische Strukturen mit ähnlichem Umgang mit Informationen), teilen diese Einheit nach subjektiven Gesichtspunkten, nach Nützlichkeitsgesichtspunkten im weitesten Sinne, in Untereinheiten auf. Diese subjektiven Untereinheiten sind großteils, über Änderung des Informationsstandes, einem dauernden Wandel bezüglich Anzahl, Umfang und Inhalt unterworfen.

 

Das Ziel der Einteilung des Universums in subjektive Einheiten nach Nützlichkeitsgesichtspunkten ist die Erstellung eines Bildes der Welt zur jeweils bestmöglichen Nutzung der Welt mit dem jeweils geringst möglichen Aufwand: Dieses Ziel liegt in der Natur des Prozesses der Evolution.

 

Der fundamentale Informationserwerb erfolgt auf genetischem Weg, indem jeweils sich in einem Individuum manifestierende brauchbare Hypothesen in seinen Nachkommen überleben und sich, bei Lebewesen mit Austausch genetischer Information, als genetische Information in einem Genpool sammeln, und die jeweils schädlichen und viele zum jeweils gegebenen Zeitpunkt weniger brauchbaren Hypothesen oft mit den sie tragenden Individuen untergehen: Die nicht falsifizierten Hypothesen werden weiter verwendet und die falsifizierten Hypothesen werden verworfen. 

 

Insbesondere wegen der Zufälligkeit der Hypothesen und der Zufälligkeit des Ausleseumfeldes gibt es die verschiedensten Genpools: Den der Fruchtfliege, des Menschen, des Blauwales, aller Arten mit Austausch genetischer Information. In jedem Genpool und seinen Individuen manifestiert sich ein etwas anderes Bild unserer Welt.

 

Ein Genpool kann seiner Funktion nach als ein dynamisches Informationspaket betrachtet werden und seine Individuen als Teilmanifestationen und Sinnesorgane dieses Informationspaketes.

 

Die genetische Information ist in dauerndem Wandel begriffen und so werden, über zufällige Veränderungen in den Genen, auch für unsere best erprobten Teile wie z.B. Augen, Ohren, Gehirn, immer neue Hypothesen zur Probe gestellt. Diese zufälligen Veränderungen in den Genen bilden zusammen mit der Selektion der Individuen den Mechanismus über den der Genpool seine Sinnesorgane, die Individuen, den aktuellen Anforderungen anpasst. Diese Selektion ist für uns Individuen etwas sehr unangenehmes, sie ersatzlos auszuschalten ist aber nicht empfehlenswert: Die ursprünglich an uns Individuen angreifende Selektion lässt sich jedoch, unter voller Schonung von uns Individuen, ersetzen, und zwar mit schon vorhandenen und bald kommenden Methoden, alleine durch selektive Weitergabe von Genen: Dem Genpool können so, unter Umgehung der Gesetze des Dschungels, die Informationen zugeführt werden, die der Genpool zur Orientierung in der Welt und damit zur Aufrechterhaltung der Qualität seiner Sinnesorgane, den Individuen, benötigt. Ohne Kontrolle und Diskussion auf breitester Basis und ohne umfassende Strategien gegen die Falle der intraspezifischen Selektion besteht dabei jedoch die Gefahr dass, wie bei ersatzloser Ausschaltung der Selektion, eine Ansammlung zu vieler unbrauchbarer Hypothesen im Genpool, über eingeschränkte Lebensfähigkeit der Individuen, zu dessen Untergang führt.

 

 

Mittels Manifestationen unserer genetischen Information, unseren Sinnesorganen, unserem Gehirn, erweitern wir unseren individuellen und überindividuellen oder kollektiven Informationsstand indem wir immer neue Hypothesen auf ihre Brauchbarkeit hin prüfen. Die Erweiterung unseres Informationsstandes eröffnet uns neue mögliche Ziele und das Verfolgen neuer Ziele erweitert unseren Informationsstand.

 

Einige Wege zu neuen Zielen erfordern das Verlassen von für fundamental gehaltener, da großteils genetisch festgelegter Untereinheiten oder ‚Gegebenheiten’ wie Materie, Raum, Zeit und zeigen uns Grenzen der Anwendbarkeit dieser Begriffe auf unsere Welt und damit ihren grundsätzlich hypothetischen Charakter.

 

Was für uns unsere Welt ist, ist unser Bild von Etwas dahinter liegendem, an welches wir uns nur auf dem Wege der Hypothesenbildung und Hypothesentestung nähern können: Es ist eine sehr abstrakte Repräsentation unserer Welt in unserem Kopf, eine Manifestation einer Sammlung aus genetischer, individueller und überindividueller oder kollektiver Information. Und diese Information ist gewonnen mittels Testung von zufällig aufgestellten Hypothesen und Auslese dieser Hypothesen nach ihrer jeweiligen Brauchbarkeit in einer jeweils zufälligen Situation. Und diese Information kann nicht als Wissen bezeichnet werden: ‚Wissen’ ist ein dogmatischer Begriff der den Begriff ‚Gewissheit’ mit einschließt und ‚Gewissheit’ kann nicht auf das Verhältnis unserer Information zur Realen Welt angewandt werden.

 

Je umfassender unser Bild von der Welt ist, desto näher sind wir dem, was mittels des Bildes dargestellt wird. Die Identität unseres Bildes der Welt mit dieser Welt ist jedoch grundsätzlich unmöglich und daher kann auch unser Bild der Welt niemals vollkommen sein: es kann niemals wahr sein: Die volle Wahrheit über das Universum kann nur das Universum selbst sein. Unser Bild des Universums kann, in Bezug auf das Universum, nur die Qualitäten eines Bildes haben.

 

Die emotional gesteuerte irrationale Voraussetzung der Identität unseres Bildes der Welt mit dieser Welt ist nicht nur im praktischen Alltag sondern auch in anderen Bereichen eine nützliche Arbeitshypothese. In manchen Grenzbereichen angewandt führt sie aber leicht zu Schlüssen durch die auch manche der besten Köpfe viel Zeit und Kraft verloren haben. In den Naturwissenschaften ist die Arbeitshypothese der Identität unseres Bildes der Welt mit dieser Welt nicht empfehlenswert.

 

Ob irgendein Teil unseres Bildes der Welt ‚wahr’ oder ‚nur’ eine Hypothese ist, ist keine empfehlenswerte Frage. Aber die Annahme, dass jeder Teil unseres Bildes der Welt verbessert oder erneuert werden kann, ist eine sehr empfehlenswerte Arbeitshypothese: Bei Auftauchen neuer Informationen unser Bild der Welt dem anzupassen ist eine der Milliarden Jahre alten Strategien des irdischen Lebens denen wir unsere Existenz verdanken.

 

Als Hinweis auf die Annahme eines grundsätzlich hypothetischen Charakters unseres Bildes der Welt lassen sich z.B. auch der Sokrates zugeschriebene Satz: ‚Ich weis, dass ich nicht weis’ und der Heraklit von Ephesos zugeschriebene Satz: ‚Alles fließt’ interpretieren.

 

 

01 November 2007, Peter Peters ;   28 Februar 2009 , Peter Peters;   05 Februar  2010 , Peter Peters;  11 Januar 2011, Peter Peters;   04 April 2012, Peter Peters

                                m@peter-peters.info  

 

 

 

 

 

 

 

Gelegentlich ein sehr empfehlenswerter Link: http://google.com/    

 

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                              Fortsetzung und Schlussfolgerung                       3003p.com

 

Ausgehend von der Annahme, dass unser Bild der Welt ein hypothetisches ist, durch welche Annahme große Widersprüche vermieden werden, können Experimente nicht zur Auffindung objektiver Tatsachen führen: Experimente können nur zur Auffindung brauchbarer Hypothesen über objektive Tatsachen führen, und im Allgemeinen werden mehr als eine Hypothese brauchbar sein. Daher können verschiedene Wissenschaftler zu verschiedenen brauchbaren Hypothesen bezüglich derselben objektiven Gegebenheit kommen oder ein Wissenschaftler zu verschiedenen brauchbaren Hypothesen betreffend dieselbe objektive Gegebenheit.

Um Interpretationsprobleme zu vermeiden ist es sehr wichtig zu unterscheiden zwischen objektiven Gegebenheiten, welche uns nur indirekt, mittels Hypothesen zugänglich sind und den Hypothesen über diese objektiven Gegebenheiten und uns dessen bewusst zu sein, dass mehr als eine Hypothese betreffend dieselbe objektive Gegebenheit brauchbar sein kann . Davon ausgehend ist das Ergebnis des Experimentes: arXiv.org >quant-ph > arXiv:1902.05080 Experimental rejection of observer-independence in the quantum world  zu interpretieren als Vorhandensein zumindest teilweise gleichwertiger aber unterschiedlicher brauchbarer Hypothesen bezüglich der selben Gegebenheit in der Quantum Welt: Das Vorhandensein gleichwertiger aber unterschiedlicher brauchbarer Hypothesen bezüglich derselben Gegebenheit  deutet auch auf einen hypothetischen, nicht dogmatischen Charakter unseres Bildes der Welt hin.

In der Physik wird Materie einmal  als „Teilchen“, einmal als „Welle“ interpretiert und sowohl  „Teilchen“ als auch „Welle“ sind Hypothesen die sich auf dieselbe, nicht direkt fassbare Gegebenheit beziehen und so gesehen, besteht kein Widerspruch.

Materie und Partikel scheinen in unsere „Hardware“ als fundamentale  Gegebenheiten verankert zu sein, was im Alltag ein großer Vorteil ist, was es aber sehr schwer macht, ihren hypothetischen Charakter anzuerkennen  (Der Nützlichkeit -Gesichtspunkt wiegt so schwer, dass er die Logik ausschaltet).

Fundamentale Gegebenheiten sind für mittels Evolution , also Auswahl von zufälligen Hypothesen nach  Nützlichkeit-Gesichtspunkten entstandene Lebewesen wie wir sie kennen, nur indirekt, mittels Hypothesen, fassbar.

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Das Auftauchen und Verschwinden von Partikeln in einer physikalischen Theorie ist dann nicht widersprüchlich, wenn man es als Eigenschaft des Abbildungs-Systems und nicht als Eigenschaft der abgebildeten Gegebenheit sieht.

Nur in sich Widerspruch - freie Hypothesen  und Begriffe können sinnvoll an realen Gegebenheiten erprobt werden um zu brauchbarer Information über unsere Welt zu führen.

Eine Singularität ist ein in sich widersprüchlicher Begriff: Bei einem kugelförmigen Würfel ist dies nur leichter zu erkennen.

Eigenschaften  des Erfassungssystems sind Eigenschaften der Hypothese und sind zu unterscheiden von Eigenschaften der abgebildeten Gegebenheit, welche uns nur indirekt, über Hypothesen, zugänglich sind.

Hypothesen sind nicht identisch mit dem was sie Abbilden und haben einen begrenzten Geltungs-Bereich bezüglich dem was sie abbilden.

Hypothesen können brauchbar oder unbrauchbar sein aber nicht richtig oder falsch. Als richtig oder falsch könnten wir  sie nur dann bezeichnen, wenn wir direkten Zugang zu den Gegebenheiten unserer Welt hätten. In unserer „Hardware“ ist anscheinend die Identität  unseres Bildes der Welt mit dieser Welt festgeschrieben und es kostet uns viel Mühe uns darüber hinwegzusetzen. Die Annahme, dass ein Bild  unserer Welt in unserem Kopf (Eine Sammlung abstrakter Hypothesen) identisch ist mit dieser Welt, ist emotional gedeckt, aber logisch betrachtet ein großer Irrtum, den wir wahrscheinlich mit allen Lebewesen teilen: Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir Menschen und die meisten Lebewesen in einer brutalen Welt  ohne diesen emotional gedeckten großen Irrtum nicht überlebt hätten. (Die große Nützlichkeit dieses Irrtums hat die Logik außer Kraft gesetzt).

Aber heute, in einer für uns Menschen zumindest teilweise gebändigten Welt, kann es sehr nützlich sein, ab-und zu diesen angeborenen großen Irrtum auszuschalten, um neue, als Werkzeuge zur Handhabung  unserer Welt brauchbare Hypothesen aufzuspüren, was bereits, teilweise unbewusst, gemacht wurde und zur Quantum Welt geführt hat.

Hypothesen sind Instrumente zur Handhabung von dem, worauf sie sich beziehen

Hypothesen, die nicht zur Handhabung von dem, worauf sie sich beziehen zu gebrauchen sind, haben zwar keinen Wert als Hypothesen, können aber zur Auffindung

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prüfbarer, als Bedienungsinstrumente brauchbarer Hypothesen führen.

Die Arbeitshypothese der Evolution scheint folgende zu sein:

Die einzige objektive Einheit ist das Universum.

Zur bestmöglichen Nutzung des Universums wird diese objektive Einheit in hypothetische subjektive Einheiten unterteilt welche, nach Nützlichkeit- Gesichtspunkten, in ihrer Anzahl, ihrem Inhalt und ihrem Umfang, dem jeweiligen, mittels Hypothesen und deren Brauchbarkeit Testung an der realen Welt  gewonnenem  Informationsstand angepasst werden.

Dieser Arbeitshypothese der Evolution verdanken wir unsere Existenz: Diese Arbeitshypothese führt aber nicht zu Gewissheiten sondern zu Hypothesen. Hypothesen sind für Dynamik zugänglich und damit offen für Wandel und Anpassung und  Voraussetzung für das  Funktionieren der Evolution.

Unser emotionales Verlangen nach Gewissheit, nach etwas Absolutem, ist aber so stark, dass Behauptungen mit dem Anspruch „Absolute Wahrheiten“ zu sein verlockend sind.

Diese „Absoluten Wahrheiten“ können aber, gegenüber kritischer Betrachtung, nur mittels direkten oder indirekten  Hinterfragung-Verboten, aufrecht erhalten werden und Hinterfragung-Verbote hemmen auch den Zugang zur Realität und führen zu Realität-Verlust: Durch Verwendung immer mehr ungeprüfter Hypothesen als Werkzeuge im Umgang mit der Welt kommt es zur Minderung des Wirkungsgrades was, statistisch gesehen, zur oft gewaltsamen Übernahme durch eine weniger von Realitätsverlust betroffene Gesellschaft oder zur Selbstzerstörung führt: In der Geschichte, z.B. der letzten zehntausend Jahre, finden sich zahlreiche Beispiele dafür.

Gelegentlich wird und wurde die Meinung vertreten, unter anderen von Karl Popper, dass es möglicherweise keine endgültige Theorie für die Physik gibt sondern nur eine ins Unendliche gehende Kette von mehr und mehr Hypothesen.

Prinzipiell dasselbe lässt sich bezüglich unseres gesamten Bildes der Welt vermuten: Unter der Voraussetzung, dass unser Bild der Welt ein hypothetisches ist, wird es, auch wenn uns das nicht gefällt, nie eine endgültige Theorie unserer Welt geben. Wir haben aber das Glück zu einer Zeit zu leben in der, für uns Menschen, schon deutlich zu erkennen ist, dass man ohne „absolute Wahrheiten“ , mittels Hypothesen, sehr weit kommen kann. Sogar wir Lebewesen sind ohne „absolute Wahrheiten“ gemacht und der Verzicht auf „absolute Wahrheiten“ hat den dynamischen Prozess erst möglich gemacht,

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dem wir unsere Existenz verdanken.

Aller Wahrscheinlichkeit nach gibt es auch für uns Lebewesen keinen besseren Zugang zur realen Welt als für unsere Mutter, der Evolution, und ihre Strategie ist auch für die Wissenschaft die erfolgversprechendste.

Wir Lebewesen sind jeweils die Manifestation einer zur Probe gestellten Hypothese und die Sinnesorgane des irdischen Lebens: Die Technik stellt dem Menschen Erweiterungen seiner Sinnesorgane zur Verfügung,, was zur Auffindung neuer brauchbarer Hypothesen zur effizienteren Nutzung unsere Welt führt, und dies in einer Geschwindigkeit, welche äußerste Vorsicht verlangt, um unvorstellbar weit zu führen.

 

München, am 07 07 2019                       Peter Peters         m@peter-peters.info           

 

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Das auf diesen Seiten bisher dargelegte ist auch eine logische Rechtfertigung der Kopenhagener Interpretation der Quantentheorie (Niels Bohr)

 

Es ist leicht einzusehen, dass unser Bild des Universums nicht identisch sein kann mit diesem Universum, aber zu erkennen, dass dasselbe auch für Katzen, Partikel, Atome und Elektronen gilt, dies machen uns unsere Emotionen schwer. Besonders zu beachten ist aber, dass logische Ergebnisse nicht mehr wert sein können als die dabei jeweils verwendeten, an der Realität geprüften Arbeitshypothesen, und Arbeitshypothesen jeweils nur innerhalb von Grenzen brauchbar sind , und diese Grenzen oft unbekannt sind. Aber die Logik kann uns Hinweise geben auf neue Hypothesen (Nur Hypothesen, die an der Realität geprüft werden können, können zu brauchbaren Werkzeugen führen.) Möglicherweise sind die unbekannten Brauchbarkeit Grenzen mächtiger Hypothesen die besten Orte, um neue mächtige Hypothesen zu finden: Die Untersuchung der Brauchbarkeit Grenzen von Newtons Gravitationstheorie hat zu Einsteins Relativitätstheorie geführt und die „nicht Lokalität“ könnte ein Hinweis sein auf die nächste Überraschung nach der Relativitätstheorie (Das „Dogmatisieren“ einer Theorie war bis jetzt, wie die Geschichte zeigt, nie eine gute Idee). (Arbeitshypothesen können nur brauchbar oder unbrauchbar sein, nicht aber richtig oder falsch). Auch „Naturgesetze“ sind keine Gesetze sondern besonders gut geprüfte Arbeitshypothesen: Die Unbestimmtheit, die im subatomaren Bereich auffällt ist im makroskopischem Bereich genauso gegeben: Dabei ist Folgendes besonders zu beachten: Diese Unbestimmtheit ist eine Eigenschaft unserer Hypothesen, und nicht eine Eigenschaft dessen, worauf sich unsere Hypothesen beziehen. Das, worauf sich unsere Hypothesen beziehen, ist für uns nicht direkt fassbar aber Hypothesen sind unser einziger logischer Zugang zu unserer Welt, wie Niels Bohr Sinn- gemaess aber in andere Worten sagte. Eine unerfreuliche Tatsache ist es, dass Emotion und Logik einander stören, dass aber Emotion ohne Logik leicht in Monstrosität ausartet (Maya, Azteken , Inquisition), und Logik ohne Emotion in Stillstand. Der potentielle Erfolg von Wissenschaft und Forschung hängt stark davon ab, wie weit es gelingt die Emotion aus der Logik herauszuhalten. Menschen, denen erfolgreich beigebracht wird, dass Logik von fraglichem Wert ist und Hinterfragen eine Unart, können von fast Allem überzeugt werden auch wenn es widersprüchlich ist und als Werkzeuge für fast Alles, auch das Unerfreulichste, eingesetzt werden, auch mittels erstaunlich plumpen Methoden: Sie sind das ideale Rohmaterial für fast jede Art von Manipulation: Wirtschaftlich schädliche Folgen von Manipulation sind z.B. Spekulationsunfälle (Tulpen, Mississippi, Immobilien u.s.w.) Das Zulassen der Ausgabe von Gutscheinen (Welche Gutscheine unter verschiedensten Bezeichnungen auftreten können), für Waren und Dienstleistungen, für die es bereits Gutscheine (Geld) gibt, hat potentiell dieselben wirtschaftlich schädlichen Folgen wie das Zulassen von Geldfälschung ohne Sanktionen z.B. Inflation. Weltbilder sind seit jeher meist unter Mitverwendung von nicht an der Realität prüfbaren Hypothesen errichtet worden und haben nicht nur als bedingt brauchbare Werkzeuge zur Handhabung der Welt, sondern auch als unsichtbare Käfige für die „Gläubigen“ des jeweiligen Weltbildes gedient, wobei diesen „Gläubigen“ das Verlassen dieser Käfige mittels direkten und indirekten Hinterfragung Verboten unmöglich gemacht wurde und wird. Wer es trotzdem schafft seinen Käfig zu verlassen ist ein „Verräter“ oder „Idiot“ und wird bestenfalls isoliert, wenn es leicht geht aber eliminiert: (z.B. Sokrates, Galileo Galilei u.s.w). Die tief in uns emotional verankerte irrationale, unlogische Sichtweise, dass unser Bild der Welt mit dieser Welt identisch ist, mindert den Wert der Logik als wichtiges Werkzeug bei unserer Orientierung in der Welt und bei der Bewältigung von Problemen, und das auf diesen Seiten dargelegte möchte auch einen Weg aus dieser Falle zeigen. Beim derzeitigen Stand der Technik ist es sehr wichtig, die Logik nicht abzuwerten, nicht nur um sehr weit zu kommen, sondern auch damit unsere Selbstzerstörung weniger wahrscheinlich wird.

 

Peter Peters Las Palmas de Gran Canaria, 16 September 2020